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Ein weiterer Zwischenstand zum GENOSHA-Projekt. Heute: Pures Glück!


„Teamwork ist der Hase des Glücks, man muss ihn nur mit blättrig Klee bis unter die Ohren füttern.“ (Ghandi)

So einen langen und vor allem bewussten Vorlauf wie „Genosha“, hatte wohl noch kein Album von uns bisher. Und da nehme ich auch unsere Frühwerke mit anderen Bands nicht aus. Das Songwriting haben wir im Grunde bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung von „Wolkenstein“ begonnen, also etwa ab Anfang 2014. Eine nicht vorhersehbare Zwangspause, die uns etwa ein Jahr gekostet hat, hat am Ende dennoch mit dazu beigetragen, dass die Songs heute so klingen, wie es sich Stand heute, dreieinhalb Wochen nach Beginn der Aufnahmen abzeichnet.

Das Allerbeste jedoch ist kaum planbar und hat sich im Laufe der Zeit so entwickelt. Inzwischen ist das Projekt „Genosha“ nicht nur ein Bandprojekt, sondern richtiges Teamwork geworden. Nicht nur wir 5, die wir PORTER sind und die Songs im Proberaum über Monate, ja Jahre haben reifen lassen, sind dieses mal die Hauptakteure in diesem Spiel. Haben zum Beispiel Lars Schlüter und Massimo Sarti, von der befreundeten Band The Flaw, bereits zum Werden des letzten Albums „Wolkenstein“, einen Großteil der Arbeit beim Recording und die Federführung beim Mix übernommen, so sind sie dieses mal weit früher in den gesamten Schaffensprozess eingetreten und irgendwie bereits zu einem Teil von PORTER geworden. Und das ist so grandios für uns, wie es hörbar auf „Genosha“ sein wird.

Lars, als Gitarrist, und Mimo, als Bassist, bringen zusätzlich 4 Ohren mit, wobei jeder für sich schon von Hause aus auf andere Nuancen achtet. Aber noch viel wichtiger, als die Tatsache, dass die zwei unter sofort verstanden zu haben, worauf wir als Band mit diesem Album hinaus wollen, ist der externe Blick auf die Songs, die zu großartigen Impulsen durch mitunter kleine Ideen geführt haben. Und das nicht, wie bei Produzenten früherer Tage durchaus auch schon mal vorgekommen, in dem Bestreben, die Songs nach ihrem Geschmack umzubauen, sondern mit dem Anspruch, das beste aus dem vorhandenen Charakter heraus zu holen.

Und dann gibt es da auch noch Martin Werner, den Chef des Hagener Goldsound Studios. Der Soundnerd mit dem unendlichen Wissen, selbst Schlagzeuger, hat sich da ein kleines, extrem feines und urgemütliches Studio mit unfassbaren Soundfinessen aufgebaut, in das wir durch Zufall, aber letztendlich die Anregung von Lars und Mimo geraten sind, die uns vorgeschlagen haben, die Drums bei dieser Produktion extern, in einem speziellen Studio aufzunehmen. Wir wussten, dass wir uns nur weiter entwickeln konnten, wenn wir etwas Neues wagen und waren sofort einverstanden. So landeten wir mit Martins Studio einen absoluten Volltreffer. Auch er hat sofort verstanden, wo die Songs hingehen sollten und wollten, und auch er entpuppte sich, im kongenialen Zusammenspiel mit Lars und Mimo, als unaufgeregter aber stets treffsicherer Ideengeber.

Klar war es bei den Aufnahmen – Volker und ich haben Bass und Schlagzeug zusammen aufgenommen – des Öfteren unheimlich, wenn es über die Kopfhörer aus dem Regieraum hieß „Sekunde, wir müssen uns kurz besprechen“ und dann absurderweise minutenlange Stille auf den Ohren herrschte. Und ja, ich war bei den meisten kleinen Schlagänderungen zunächst bockig und dagegen, aber immer wenn wir es dann ausprobiert haben, waren die Anstöße goldrichtig und 100 prozentig songdienlich. Ich ziehe hiermit also meinen Hut und leiste Abbitte. Ihr war, Ihr seid großartig!

Last but sowas von überhaupt nicht least, muss ich an dieser Stelle auf die Zusammenarbeit mit dem großartigen Fotografen Jürgen Bürgin hinweisen, den ich vor langer Zeit über Twitter kennen und schätzen lernte. Seine Bilder sind von so unglaublicher Authentizität für mich, dass sie mich zu einen Großteil der Texte, und letztlich sogar zum inhaltlichen Konzept von „Genosha“ inspiriert haben. Aus meiner – ebenfalls bereits im Jahre 2015 an ihn gestellten Anfrage (ja, das Artwork steht in der Tat in diesem Fall mal zuerst), ob wir eventuell eines seiner Bilder, mein Lieblingsmotiv, als Cover für „Genosha“verwenden dürften, wurde schnell mehr. Und so werden sich Jürgens wundervolle Fotos durch das gesamte Artwork von „Genosha“ ziehen und die Emotionen der Musik auch ins Booklet übertragen. Mich macht so eine Kollaboration unglaublich glücklich und ich hoffe derzeit irgendwie, dass wir das noch weiter ausbauen können.

Eine weitere Ebene der – ich möchte sagen „globalen“ – Zusammenarbeit, stellt jedoch das in der nächsten Woche startende Crowdfunding auf startnext.de zu „Genosha“ dar. Und hier kommt Ihr ins Spiel und somit auch an Bord der PORTER-Familie. In der nächsten Woche gibt`s Alarm.

Und so ist es nicht zuletzt das unglaublich kreative Teamwork, welches „Genosha“ so besonders, so wertvoll für uns macht.