MERANER HÖHENWEG

Tag 1
vom Giggelberg zum Pirchhof

  Texelbahn (Partschins, ca. 750 m) – Giggelberghof (1565 m) – 1000 Stufen-Schlucht – Pirchhof (1445 m), Naturnser Sonnenberg  

zurückgelegte Kilometer

Höhenmeter

Stunden aktive Laufzeit

Wie gesagt, man ist weit länger unterwegs, aber Komoot erhebt halt nur die Bewegtzeit.

1000 Stufen, WALD UND SONNE

Die erste Etappe auf der Südroute ist geprägt von angenehmen Wiesenwegen, steilen Waldetappen und hohen Wasserfällen. 

Eines wird hier schnell klar. In diesem Jahr besteht auf dem gesamten Weg keinerlei Wassermangel. Mächtige Wasserfälle und stetige kleine Bäche kreuzen den Weg, die Wasserflaschen für Mensch und Hund sind hier somit ständig gut gefüllt mit frischem, eiskalten Bergwasser. Und das schmeckt echt verdammt lecker. 

Der Start ist einfach. Da wir im Herzensort Partschins, dem perfekten Startort für alle Touren in die Texelgruppe,  in der gemütlich und familiär geführten Pension Rika bereits seit ein paar Tagen aklimatisieren, oder – wie wir ehrlich sagen müssen – schlicht chillen und sehr gut essen (der wundervollen Garberstube sei`s gedankt), müssen wir nur ein paar hundert Meter laufen und können mit der Texelbahn sofort auf 1565 Meter zum Giggelberghof hinauf schweben. 

Auch wenn`s früher mit der klassischen kleinen, roten Seilbahn für 6 Personen (und 4000 Lira) romantischer war, kommen wir so für schlanke 23 Euro ohne jedwede Anstrengung auf eine gute Starthöhe. An Höhenmetern sollen dann ohnehin im weiteren Verlauf der Tour noch ausreichend dazu kommen, da nimmt man diese kleine Bequemlichkeit gerne mit. Gut, Frieda ist als Hund in Italien maulkorbpflichtig in öffentlichen Verkehrsmitteln, also auch für die Seilbahn. Ich denke, ihr geht´s da kaum anders als den meisten Hunden, die so einen Unsinn nicht kennen: sie hasst es.

Der Weg selbst besteht auf dieser Etappe aus schmalen an- und absteigenden Waldpfaden und sonnigen Wiesen. Ich habe die erste Strecke bewusst kurz angelegt, damit wir uns erst einmal an das doch recht üppige Marschgepäck gewöhnen können. Im Grunde kann man auch die beiden ersten Etappen hier gut in einem Rutsch zurücklegen. Allerdings sollte man nicht die 1000-Stufen-Schlucht unterschätzen, die gerade zu Anfang schon ganz gut in die Beine geht. Nach einem steilen, stufenreichen Abstieg wird man allerdings zunächst einmal mit einem imposanten, hohen Wasserfall, der herrlich frisches und natürlich trinkbares Bergwasser über den Weg schüttet. Der Lahnbach (Rio Lana), der von der Lahnbachspitze (3081 m) kommt sorgt für volle Wasserflaschen. Ein Ort zum Verweilen. Danach geht es dann mit Hilfe einiger in den Fels gelassener Ketten – weniger zur Sicherung, als zur Aufstiegshilfe – wieder hinauf. Felsstufe für Felsstufe.

Danach geht es relativ anstrengungsarm weiter und man erreicht ein weiteres Highlight, die neue Hängebrücke. Auch wenn man noch alternativ den alten Weg unten am Bach her gehen kann, nimmt man die Brücke als willkommene Abkürzung und mit tollem Ausblick gerne mit. Wir erreichen dann auch schon nach kurzer Zeit unser erstes Ziel, den eigentlich als „Hofschank“ gekennzeichneten Pirchhof, der sich jdoch durch mehrere kulinarische Auszeichnungen (Gault&Millau) als wahre Schlemmeretappe herausstellt. Unglaublich viele Sachen sind hier aus eigenem Anbau und eigener Haltung, inklusive des Grauviehs (wir sprechen es französisch aus: Grohwieee … fragen Sie nicht) und der Ziegen.

Unser Zimmer ist wie erwartet einfach, im alten Bauernhaus untergebracht, sehr urig, dunkel, holzig, aber mit gemütlichen Matratzen. Das einzige Manko für uns Medienjunkies: es gibt nur eine einzige Steckdose, und die ist für das Licht da.

PREISE: Das Doppelzimmer mit Dusche auf dem Gang kostet hier 56,- € und der Hund wird mit 4,50 € berechnet. Dazu gibt es allerdings auch ein wirklich hervorragendes Frühstück.

reschensee
wasserfall partschins
tag 1

FAZIT:

Unsere Etappe 1 ist also alles in allem ein echt kurzer und bis auf die Schlucht im Grunde leichter Weg, mit genügend Wasser, auf einem moderaten Höhenniveau zwischen 1400 und 1600 Höhenmetern.